Westumfahrung

Die Stadt Zürich war über viele Jahre hinweg ein Nadelöhr, wo sich der Verkehr durch enge Strassenschluchten quälte. Im Jahr 2009 jedoch konnte endlich die Westumfahrung eröffnet werden, die auf mehr als 80 Prozent der Strecke durch Tunnel verläuft und damit die Stadt deutlich entlastet.

Verkehrsprobleme in Zürich lösen

Die engen Strassen von Zürich stauten sich noch vor einigen Jahren die Fahrzeuge und sorgten so dafür, dass Umwelt und Bewohner enorm belastet wurden. Die Schweizer Regierung entschied sich deshalb zum Bau der Westumfahrung, durch die die Autobahn A1 zwischen Zürich und Bern mit der Autobahn A3 zwischen Zürich und Chur verbunden werden konnte. Nun können Autofahrer die A3 von Basel bis Sargans ohne Unterbrechungen nutzen. Innerhalb von 13 Jahren Bauzeit wurden auf der 10,6 Kilometer langen Strecke mehrere Tunnel errichtet, durch die der Verkehr nun ungehemmt fliessen kann. Insgesamt kostete dieses Projekt gut 2,85 Millionen Franken.

Der Üetlibergtunnel als Schlüsselbauwerk

Das wichtigste Bauwerk innerhalb der Westumfahrung ist zweifelsfrei der Üetlibergtunnel. Er ist 4,4 Kilometer lang und kostete gut eine Milliarde Franken. Die hohen Baukosten sind vor allem der hochwertigen Sicherheitstechnik geschuldet, die Unglücke wie die im Gotthardtunnel vermeiden soll. Im Notfall wäre es sogar möglich, den Verkehr von der einen Röhre in die andere Röhre umzuleiten und so zu schützen. Auch die übrigen Tunnel der Westumfahrung verfügen natürlich über die entsprechenden Sicherheitssysteme, sodass auch diese ohne Gefahr befahren werden können. Die vergleichsweise hohen Instandhaltungskosten, die bei solchen Tunneln anfallen, sind natürlich kalkuliert.

Autobahnabschnitte mit neuen Nummern

Im Zuge der Eröffnung der Westumfahrung in Zürich erhielten einige Autobahnabschnitte neue Nummern, die von Autofahrern seither beachtet werden müssen. Der Autobahnabzweig Limmattal – Hardturm, der in die Stadt führt und bislang als N1 erfasst wurde, wird nun als A1H und damit als Zubringer Hardturm bezeichnet. Der aus der Stadt heraus führende Autobahnabschnitt Wiedikon – Zürich Süd, der auch als Sihlhochstrasse bezeichnet wird, erhält nun den Namen A3W oder Zubringer Wiedikon. Im Anschluss an die Eröffnung der Westumfahrung haben die Verantwortlichen in Zürich begonnen, die Wohnqualität in der Stadt zu erhöhen und haben die Fahrspuren verengt. Hierdurch und durch die Aufstellung von Lichtanlagen soll der Verkehr aus den Wohngebieten ferngehalten und die Lebensqualität erhöht werden.